Ingenieurbüro für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeitsstättenregel A 3.5: gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur

Was heißt eigentlich „gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur“?

Bei der Beschreibung des Raumklimas spielt die Temperatur eine wesentliche Rolle. In der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) wird eine „gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur“ gefordert. Was genau „gesundheitlich zuträglich“ bedeutet, hängt im Wesentlichen von Arbeitsschwere und Körperhaltung ab. Die Vorgaben sind in der Arbeitsstättenregel Arbeitsstättenregel A3.5 „Raumtemperatur“ festgelegt. Die individuellen Faktoren des Menschen, wie z.B. Stoffwechsel, Kleidung etc. können natürlich dabei nicht berücksichtigt werden. Die Temperatur soll in erster Linie durch technische Maßnahmen hergestellt werden. Die Mindestwerte lassen sich aus Tabelle 1 entnehmen:

 

Tab. 1: entnommen aus ASR A3.5 „Raumtemperatur“, Kap. 4.2 „Lufttem-peraturen in Räumen“
Tab. 1: entnommen aus ASR A3.5 „Raumtemperatur“, Kap. 4.2 „Lufttem-peraturen in Räumen“

gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur: Minimum aber kein klares Maximum

Mit den Vorgaben von Tabelle 1 sind Mindesttemperaturen im Raum vorgegeben. Bei den Maximaltemperaturen sieht das Ganze schon anders aus. Hier gibt es keine klaren Angaben. Lediglich eine Empfehlung, 26 °C im Raum nicht zu überschreiten.

„…Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen und den in Absatz 4 genannten Räumen soll +26 °C nicht überschreiten…“ heißt es in Kap. 4.2 „Lufttemperaturen in Räumen“ Absatz 3.

Das Wort „soll“ wird hin und wieder in der Praxis beliebig verschieden ausgelegt.

Weitergehende Informationen werden auf den Seiten der Abteilung Arbeitssicherheit der Universität Heidelberg bereitgestellt.