Ingenieurbüro für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Mitarbeiterbeteiligung – Mitarbeiter als wichtige Quelle von Verbesserungen

Die Mitarbeiterbefragung ist die Grundlage der Mitarbeiterbeteiligung. Dadurch können Schwachpunkte in der Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsorganisation aufgedeckt werden, die bei der Arbeitsplatzbegehung nicht unmittelbar ersichtlich sind. Das liegt daran, dass dieses Werkzeug nur eine Momentabbildung ermöglicht. Da die Mitarbeiter Ihren Arbeitsplatz am besten kennen, spielt das Tool „Mitarbeiterbefragung“ eine wichtige Rolle und wird daher oft zu Beginn des Einführungsprozesses eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) eingesetzt. Die sachlich richtige Interpretation der Ergebnisse seitens der Unternehmensleitung führt zu einem effektiven Maßnahmenbündel und damit zu Korrekturmaßnahmen. In deren Folge resultieren Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen.

Gesundheitszirkel durch Mitarbeiterbeteiligung

Der BGM-Prozesses, im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, erfordert die ständige Einbeziehung der Beschäftigten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen. Wenn die Belastungen einzelner Abteilungen oder Bereiche genauer untersucht werden sollen (Arbeitssituationsanalysen) werden Gesundheitszirkel eingerichtet, in denen die Mitarbeiter eine wichtige Rolle einnehmen.

Die Wirkungskontrolle der durchgeführten Maßnahmen (Umgestaltung des Arbeitsplatzes, Anpassung der Arbeitsorganisation etc.) kann von den Arbeitskräften vor Ort am besten beurteilt werden. Da die Beschäftigten aktiv in den Verbesserungsprozess einbezogen werden, akzeptieren sie die Veränderungen am Ehesten. Wiederstände werden so vermieden und die Motivation für ein gesundheitsgerechtes Arbeiten wächst. Langfristig ist von einer Sensibilisierung für Sicherheit und Gesundheit auszugehen, was durch ein gesundheitsbewusstes Denken und Handeln bewiesen wird. [UKBW, 2014]

Die Einbeziehung der Mitarbeiter dient auch der Arbeitssicherheit

In einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement beschäftigt man sich bekannlich nicht nur mit den psychischen Belastungen und der Reduktion von Fehlzeiten. Auch die Prävention von Arbeitsunfällen sind ein wichtiger Bestandteil. Das ist auch logisch, denn ein Unfall kann die Gesundheit der Mitarbeiter in Gefahr bringen. Diese gilt es aber zu schützen, zu erhalten und zu verbessern. Um das Ziel zu erreichen, werden die Unternehmer von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt regelmäßig beraten. Dazu werden zentrale Elemente wie die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt, die sich auch auf die Erkenntnisse aus der Betriebsbegehung stützt. Gerade bei den zwei genannten Elementen des Arbeitsschutzes handelt es sich um so grundlegende Werkzeuge, dass sich die Mitarbeiterbeteiligung von selbst ergibt. Wer sonst kennt die Arbeitsplätze und damit das Gefährdungspotential am besten? Wer bekommt am meisten mit, wenn die notwendigen Informationen der benachbarten Abteilungen fehlen? Die Hinweise, die durch das eigene Personal kommen können, sind nicht zu unterschätzen. Entscheidend ist nur, dass die Unternehmenskultur soweit passt, sich die Beschäftigten auch trauen, Ihre Punkte anzusprechen. Das ist eine WIN-WIN Situation für alle.