Amphetamine (Speed/ Pep), werden künstlich hergestellt und sind ein Gemisch aus mehreren Substanzen. Die Droge wirkt direkt auf das Zentralnervensystem, wirkt stimulierend und aufputschend.

Amphetamine selbst sind schon anregend. Als Speed gemischt sind mehrere anregende Substanzen enthalten. Dazu zählen: Amphetamine, Methamphetamin, Ephedrin und Koffein.

In der Historie ein Arzneimittel

Obwohl das erste Amphetamin schon im Jahre 1887 hergestellt wurde, wurde es erst nach dem zweiten Weltkrieg als Arzneimittel eingesetzt. Es diente zur Behandlung von Depressionen, Parkinson oder Impotenz. Durch die aufputschende Wirkung wurde es von Menschen in verschiedenen Berufsgruppen benutzt. Allerdings wurde so nach und nach auch bekannt, dass diese Substanz zur Abhängigkeit führt. Die körperlichen und psychischen Folgen waren ebenfalls immer häufiger sichtbar. Ein klassisches Beispiel ist die Psychose. Unter Psychose versteht man, dass die eigene Wahrnehmung von der Realität abweicht. Allerdings denkt der Betroffene, dass nur er die „richtige Welt“ sieht.

Amphetamine als Pulver oder Tablette?

Das weiß bis gelbliche Pulver wird in der Regel über den Mund aufgenommen. Es gibt auch die Möglichkeit, das Speed in Tablettenform zu nehmen. Für den raschen Wirkungseintritt wird Speed geschnupft. Im Jahre 1965 war aufgrund der Nebenwirkungen der Zeitpunkt gekommen, ab dem der Verkauf von Amphetaminen strenger kontrolliert wird. Immer mehr Medikamente wurden verboten. Leider ist es so, dass verbotene Dinge oft auf dem Schwarzmarkt landen. In Folge dessen, steigt natürlich der illegale Handel mit nicht legaler Herstellung. Dies bedeutet, dass nicht mehr die Frage: „Tablette oder Pulver“ interessant ist, sondern was noch alles in dieser Substanz untergemischt ist.

Rechtslage

In Deutschland fallen die Amphetamine unter das Betäubungsmittelgesetz. Da es nur wenige zugelassene Medikamente auf dem Markt gibt, in denen geringe Spuren von Amphetaminen enthalten sind, unterliegen diese Arzneimittel strengen Vorgaben. Ansonsten sind Besitz, Konsum und Verkauf von Amphetaminen in Deutschland verboten. Selbstverständlich ist der Grund in dem hohen Nebenwirkungsprofil zu sehen.

Wirkung der Amphetamine

Die Wirkung des aufputschenden Gefühls tritt nach wenigen Minuten (geschnupft) bis ca. 30 Minuten (oral eingenommen) ein. Je höher der Amphetamingehalt in der Droge ist, desto länger wirkt diese. Während der anregenden Zeit ist an Schlaf nicht zu denken.

Durch die Amphetamine fühlen sich die Konsumenten leistungsfähig, wach und konzentriert. Der Bewegungsdrang nimmt zu, das Hungergefühl ab. Das Bedürfnis nach sexuellen Handlungen kann enorm gesteigert werden. Je nachdem welchen Partner man sich auf die Schnelle greift, können so auch weitere Krankheiten übertragen werden. Das Selbstbewusstsein kann enorm ansteigen, so dass auch die Risikofreudigkeit steigt. Durch den Schlafmangel (6-18 Stunden wach) bekommt der Körper natürlich keine Möglichkeit sich zu erholen. Nach dieser Zeit tritt rasch ein Erschöpfungszustand ein, der aufgrund des Tagesablaufs dann meist nicht passend ist. Um wach zu bleiben wird entweder das Aufputschmittel nachgeworfen oder Kaffee getrunken. Weitere Probleme können darin bestehen, dass die aufputschende Wirkung durch Schlaf- oder Beruhigungsmittel versucht wird aufzuheben. Auch Alkohol wird dazu genutzt.

Probleme und Gefahren durch die Einnahme von Speed

Aufgrund der Tatsache, dass sich während der Wirkung von Amphetaminen der Konsument sehr energiegeladen fühlt, hat dieser einen enormen Bewegungsdrang. Er verbraucht Energie. Amphetamine selber führen dem Körper allerdings keine Energie zu, sondern er verbraucht welche. Das ist der Grund, weswegen sich die Konsumenten nach dem Rausch oft kraftlos und müde fühlen. Dazu kommen Gefühle wie Angst oder Depressionen. In Verbindung mit Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen ist dies ein Emotionscocktail, der wieder zu den Drogen greifen lässt um ein besseres Gefühl zu bekommen. Genau das ist der Teufelskreis und wieder der Weg in die Sucht!

Körperliche Erschöpfung, das ist die Folgen des Amphetaminkonsum. Der Grund ist einleuchtend: Hunger und Durstgefühl werden unterdrückt. Dadurch wird dem Körper keine Energie zugeführt, durch die aufputschende Wirkung verliert der Körper viel Energie. Es entstehen Mangelerscheinungen. Durch die lange aufputschende Wirkung wird auf jeden Fall das Herzkreislaufsystem stark belastet. Die psychische Abhängigkeit ist sehr hoch, eine körperliche Abhängigkeit dagegen nicht eindeutig nachweisbar. Fakt ist allerdings, dass der Körper anderweitig in Mitleidenschaft gezogen wird.

Berufliche und soziale Folgen

Der Lebensstil aller Suchtkranken verändert sich mit der Zeit. Familie und Freunde rücken in den Hintergrund, die starke Erschöpfung sorgt dafür, dass die Arbeitsleistung nicht mehr vollständig erbracht werden kann. Dies ist auch auf die verminderte Konzentrationsfähigkeit zurückzuführen. Durch die Mangelernährung wird das Immunsystem angegriffen und damit empfindlicher für Krankheiten.

Auch dies zieht wieder Erschöpfung und Krankschreibungen nach sich. Das Risiko nach dem Konsum von Amphetaminen, insbesondere nach längeren Konsum, eine Psychose zu entwickeln, steigt mit der Zeitdauer. Psychosen gehören zu den psychischen Krankheiten, die bekanntermaßen eine sehr langwierige Behandlung nach sich ziehen. Am Arbeitsplatz führt dies zu deutlichen Einschränkungen und durch die Persönlichkeitsänderung (Depressionen, Wahnvorstellungen oder Aggressionen) steigt das Konfliktpotential mit Kollegen und Vorgesetzten. In dem Moment lässt sich wieder das Gleiche sagen, was auf andere Suchterkrankungen auch zutrifft.

Amphetamine als altes Arzneimittel – deswegen sind sie verboten
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