Betriebliche Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (HVBG 2002).“

 

Betriebliche Gesundheitsförderung durch gesunde Ernährung
Gesundheit fördern – Bild von silviarita auf Pixabay

Die Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung setzen an der Verhaltensprävention an. Als wichtiger Bestandteil eines Betriebslichen Gesundheitsmanagements, sollen die einzelnen Mitarbeiter aktiviert werden, sich Informationen über gesunde Lebens- oder Arbeitsweisen einzuholen. Als Folge davon, können sie entsprechende Präventionskurse besuchen. Das Resultat:

„Führung eines gesunden Lebensstils“

beschränkt sich nicht nur auf den beruflichen Alltag, sondern wird auch Auswirkungen im privaten Bereich zeigen.

Maßnahmen für eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Beispiele für Maßnahmen die an die Verhaltensprävention anknüpfen sind:

  • Bewegungsangebote
  • Arbeitsplatzbezogene Rückenschulen
  • Methoden des Stressabbaus
  • Ernährungs- und Kochkurse oder
  • Ärztliche Gesundheitschecks und Impfangebote handeln

Die Aufzählung lässt sich beliebig erweitern. Auch wenn nicht alle Angebote im Präventionskatalog der Krankenkassen aufgeführt sind, gibt es für die Arbeitgeber weitere Möglichkeiten.

 

Yoga als Angebot in der Betrieblichen Gesundheitsförderung
Yoga als Angebot im BGF – Bild von StockSnap auf Pixabay

Das im Juli 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz, wird den Spielraum der Krankenkassen zukünftig deutlich erweitern.

Betriebliche Gesundheitsförderung nur als im Zusammenhang mit dem BGM

Die Mitarbeiter müssen sich selbst in die Pflicht nehmen und auf Ihre eigene Gesundheit achten. Die angebotenen Bewegungsprogramme sind nur ein Anreiz, um die Freude an Bewegung zu fördern. Auch Ernährungskurse machen nur dann Sinn, wenn es für die Mitarbeiter möglich ist, das erlernte selbst umzusetzen. Der wichtige Baustein Stressmanagement ist ebenso nur soweit zu gebrauchen, wenn die betrieblichen Rahmenbedingungen die Maßnahmen aus der betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützten.

So können die meisten Arbeitsplätze so gestaltet werden, dass die Erreichbarkeit von Drucker und Kopierer ein Aufstehen der Beschäftigten erforderlich macht. In der Kantine ist es ratsam, das Angebot an Speisen und Getränken nach den Kriterien der Gesundheitsförderung auzuwählen. Was macht es für einen Sinn, wenn der wichtigste Teil eines Unternehmens lernen soll, gesunde Bestandteile in den Alltag zu integrieren, wenn es in der Kantine nur Nudeln mit Käsesauce und tonnenweise Kuchen angeboten werden?

Sofern es der Betriebsablauf möglich macht, sind flexible Arbeitszeiten auf Vertrauensbasis ein erster Schriftt, um die erlernten Maßnahmen zum Streßßmanagement zu unterstützen.

Die wichtige Botschaft dieser drei kleinen Maßnahmen zeigt, dass alle Maßnahmen der Verhaltensprävention nur so gut sind, wie es die Verhältnisprävention unterstützt. Die Betriebliche Gesundheitsförderung als einziges Angebot in die Betriebe zu bringen, ist nicht Aufgabe eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Der Erfolg stellt sich allerdings nur dann ein, wenn die Angebote einen besonderen Reiz für die Beschäftigten haben. Erst dann werden diese nachhaltig angenommen. Fragen Sie als Unternehmer mal die Beschäftigten, was sie sich wünschen.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – Beschäftigte müssen selbst ran