Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) hat den Sinn, erkrankte Mitarbeiter zurück an den Arbeitsplatz zu holen. Besonders dann, wenn die erkrankten Beschäftigten länger ausgefallen sind, oder immer wieder mal wegen Erkrankungen zu Hause bleiben müssen. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz liegt nämlich nicht nur  im Interesse des Arbeitgebers, sondern hat auch einige Vorteile für die Beschäftigten. Aus diesem Grund ist das BEM ein wichtiger Baustein, eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

 

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) zur Integration im Arbeitsleben
Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement kann helfen, der Krankheit entgegenzuwirken: Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ist vorteilhaft

Wie bereits erwähnt, macht der englische Begriff „Human Ressource“ deutlich, dass die Beschäftigten eine wichtige Ressource eines Unternehmens sind. Durch hohe Krankenstände und rezidivierende Krankheiten verpuffen wertvolle Ressourcen. Der Arbeitsplatz hat auch für die Mitarbeiter eine besondere Bedeutung im Leben. Die Teilhabe am sozialen Leben wird durch die berufliche Tätigkeit erleichtert. Um Freizeitaktivitäten nachzugehen und eine gesundheitsfördernde Ernährung sicher zu stellen, ist es üblich, dafür Geld auszugeben. Frisches Obst und Gemüse kostet in der Regel mehr Geld beim Einkauf, als Fertigsoßen mit Dosenerbsen. Auch ein Besuch von Kino und Theater ist kostenpflichtig. Der Restaurantbesuch mit Freunden und Familie kann ebenfalls die Lebensqualität steigern, braucht aber die nötigen finanziellen Mittel. Nicht zu vergessen, stellt ein Betrieb mit allen Kollegen eine integration in ein soziales Umfeld her. Für manche Menschen ist eine strukturierter Arbeitsablauf existenziell. Aus diesen Gründen, ist die Integration am Arbeitsplatz wichtig. Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement kann helfen, diese Integration zu erleichtern und ggf. die Gründe zu ermitten, was die Arbeitsunfähigkeit begünstigt hat. Manchmal ist auch der Betriebs selbst die Ursache.

Die besonderen Beudeutung des Arbeitsplatzes, wurde durch die Gesetzgebung bestärkt. Nach § 84 SGB IX sind die Arbeitgeber verpflichtet, den Mitarbeitern die zusammenhängend länger als 6 Wochen oder wiederholt Arbeitsunfähig waren, ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten.

Betriebliches Eingliederungsmanagement: Verkürzung der Arbeitsunfähigkeit

Durch die Teilnahme am Betrieblichen Eingliederungsmanagement soll die Arbeitsunfähigkeit verkürzt werden. Durch den Erhalt der Arbeitskraft der Betroffenen sollen weitere Fehlzeiten vermieden werden. Damit verbunden ist die Entlastung der übrigen Belegschaft, da keine fehlenden Mitarbeiter kompensiert werden müssen.

Positive Vereinbarung und Gesprächsatmosphäre

Während dem BEM-Prozess werden ein oder mehrere Rückkehrgespräche geführt. Diese Gespräche tragen systematischen, strukturierten und für sorglichen Charakter. Vorwürfe an den Erkrankten sind nicht zielführend und daher kein Bestandteil des BEM. Stattdessen steht die Motivation des Betroffenen zur Rückkehr an den Arbeitsplatz im Focus.

 

Integration an den Arbeitsplatz
Integration an den Arbeitsplatz – Bild von StockSnap auf Pixabay

Wieder/-Eingliederungsmaßnahmen führen zu einer dem Gesundheitszustand geeigneten Beschäftigung. Dadurch werden eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und letztlich auch eine höhere Lebensqualität der betroffenen Personen erreicht.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) als Bestandteil vom BGM