Fachkunde oder Sachkunde? Diese Begriffe tauchen im Sprachgebrauch immer wieder auf, werden aber oft im gleichen Zusammenhang benutzt. Dies ist nicht korrekt. Die Bedeutung für den Otto-Normalbürger ist zwar: „Die Person kennt sich mit dem Thema aus“. Aber Es gibt einen bedeutenden Unterschied.

Die Behörde bestimmt…

Gerade in einem Land, in dem jeder Bürger ein Grundrecht auf Bürokratie hat, legt die Behörde fest, was eine Sachkunde ist.

… wer fachkundig ist

Die Fachkunde ist auf einen breiteren Personenkreis verteilt. In der Regel reicht eine technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung formal aus, um sich mit Gefahrstoffen auszukennen. So gilt eine Fachkraft für Arbeitssicherheit automatisch als fachkundig in Bezug für Gefahrstoffe. Dies ist auf Grund der technischen Ausbildung oder einem naturwissenschaftlichen bzw. ingenieurwissenschaftlichen Studiengang und der beruflichen Tätigkeit im Bereich der Arbeitssicherheit gegeben.

Zu den Gefahrstoffen zählt unter anderem auch das Fasermaterial Asbest. Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit kann durchaus fachkundig auf diesem Gebiet sein, allerdings reicht es für die Sachkunde nicht aus.

… und wer sich sachkundig nennen darf

Denn eine Sachkunde wird nur durch einen zusätzlichen Lehrgang vergeben, wenn dieser behördlich anerkannt ist und durch eine erfolgreiche Prüfung abgeschlossen wurde.

Fazit – Fachkunde oder Sachkunde?

D.h. Fachkundig ist wer Ahnung hat! Sachkundig darf man sich nennen, wenn man neben dem Wissen auch an einem behördlich anerkannten Lehrgang teilgenommen hat. Natürlich wird die Sachkunde noch über eine bestandene Prüfung nachgewiesen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Fachkunde und Sachkunde?